Nach der Wiedervereinigung vor zwanzig Jahren sind meine Waltraud und ich erstmal zu Aldi
gefahren und haben Kaffee und Konservenobst gekauft. Daraus schnürten wir dann ein Paket für
unsere Westverwandten, damit die endlich auch mal was von uns geschickt bekamen.
Passend zum deutsch-deutschen Jubiläum hatte Energie in Frankfurt ebenfalls die Spendierhosen
an.
In den letzten Tagen habe ich mich besonders über die ansteigenden Formkurven von Miro Klose in
der Nationalelf und Sergiu Radu bei Energie gefreut. Beide erfahrenen Torjäger konnten sich
nämlich nach bescheidenem Saisonbeginn endlich mal wieder richtig in Szene setzen. Und das gelang,
obwohl ihre Trainer Jogi Löw und Pele Wollitz eigentlich verstärkt auf aufstrebende
Nachwuchstalente setzen.
Gegen Paderborn am Sonntag gab sich während der Halbzeitpause das Staatstheater die Ehre im
Stadion der Freundschaft. Doch in Sachen Dramatik kann Energie eigentlich kaum noch jemand was
beibringen.
Vielleicht sollte die Vereinsführung deshalb zum nächsten Heimspiel mal ein paar Schlachter
einladen.